Ode an die Freu(n)de

Alle Schätze dieser Erde wiegen einen guten Freund nicht auf. (Voltaire)

Man kennt ja jede Menge Leute, und ja, viele sind auch nett und wir trinken toll Kaffee mit ihnen undsoweiter. Das ist schön. Und dann gibt es da Freunde. Die echten, wunderbaren Freunde. Diese Freunde sind Schätze ganz eigener Art, schwer zu finden und unendlich kostbar. 

Mit drei solchen Freund*innen habe ich gerade das Wochenende verbracht. Wir kennen uns seit der fünften Klasse, eine Freundin stieß in der elften Klasse dazu und in dieser Konstellation sind wir bis heute gemeinsam in diesem Leben unterwegs. Nach dem Abitur sind wir alle unserer Wege gegangen, jede*r für sich, haben studiert, uns in alle Winde zerstreut, Auslandserfahrungen gesammelt und sind Partnerschaften eingegangen. Aber wir haben uns nie aus den Augen verloren, wir haben uns immer bemüht, ab und zu ein Treffen zu ermöglichen.

Und da sind wir nun an diesem Wochenende. Drei Mädels und ein Junge, mittlerweile Frauen bzw. Mann geworden und auch längst nicht mehr so ganz junge Erwachsene. Alle vier sind wir fest verpartnert und gemeinsam haben wir sieben Kinder zwischen null und fast sieben Jahren mitgebracht. Und so ist aus einer kleinen, trinkfesten Gruppe von vier naseweisen Oberstufenschüler*innen plötzlich eine Gruppe von 15 Personen (nebst Dackel Polly) geworden. (Na gut, nicht wirklich „plötzlich“, ein paar Jahre hat das schon gedauert.)

Das Leben geht unaufhaltsam weiter und das ist oft beängstigend. Wenn ich an diesem Wochenende auf unsere Gruppe schaue, dann ist das aber vor allem sehr, sehr schön.

Und das Schönste daran ist, dass wir immer noch da sind, immer noch Freunde sind. Wir haben oft (leider!) länger keinen Kontakt, der Alltag zerrt an uns und wir leben im ganzen Land verstreut. Und dann die Kinder und die Arbeit und die Partner und all das. Und dann steht unser Wie-früher-Wochenende an und wir kommen zusammen, meistens ein bisschen abgekämpft, weil diese Wochenenden mühsam freigeschaufelt werden müssen. Und dann ist es ganz plötzlich (und diesmal wirklich plötzlich) wieder so, als wären wir nie weg gewesen. Sobald wir alle da sind und unsere Tasche reingescheppt, die Schuhe ausgezogen und das erste Bier in der Hand haben, knüpfen wir nahtlos da an, wo wir beim letzten Treffen aufgehört haben. Auch wenn sich die Themen geändert haben, die Chemie ist geblieben, und wenns passt, dann passts halt.

A, E und F, ich bin so froh, dass ich euch hab!

Advertisements

2 Gedanken zu “Ode an die Freu(n)de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s