4 Monate Mupf.

In der letzten Woche ist unser Mupf vier Monate alt geworden. Seit zehn Tagen machen sich bei ihm die Zähnchen bemerkbar. Deshalb kommt dieser Monatsrückblick mit ein bisschen Verspätung – wir hatten ein paar unruhige Tage…

Am Ende seines dritten Monats hat der Mupf seine Hände entdeckt. Seitdem untersucht er sie täglich hochkonzentriert und mit großer Ausdauer. Er liegt auf dem Rücken, hebt seine Händchen und hält sie sich vors Gesicht, dreht und wendet sie, ergreift die eine Hand mit der anderen und beguckt sich diese beiden Wunderwerke ganz genau, belutscht und bekaut hingebungsvoll seine Finger.

Mit dem Entdecken der Hände kam das Greifenüben. Das liebste Trainingsobjekt ist derzeit sein Oball. Der ist einfach toll, lässt sich gut fassen und ist leicht genug, um auch länger von einem kleinen Baby hochgehalten zu werden. Blöd nur, dass er nicht in den Mund passt, darüber ärgert sich das Müpfchen sehr.

Gleich zu Beginn des vierten Monats ist dem Mupf die erste Drehung gelungen: vom Rücken über links auf den Bauch, einige Tage später ging es dann auch über rechts. Wir waren im Urlaub an der Nordsee und nach einem anstrengenden Tag fand der Mupf keinen Schlaf. Wir wechselten uns ab und schleppten ihn in der Ferienwohnung hin und her, er gähnte, zeterte, gähnte… Zwischendurch immer wieder ins Bett, stillen, hoffen. Und dann, da im Bett, drehte er sich plötzlich. Das ging blitzschnell und wurde von lautem Babyschimpfen begleitet. Nach dem ersten Versuch machte er es gleich noch zwei Mal und schlief dann sofort ein. Offenbar steckte diese Drehung irgendwo im System Mupf und muss erst noch raus, bevor der Schlaf kommen konnte. Seitdem übt er das Drehen an manchen Tagen mit großer Leidenschaft, um dann wieder für mehrere Tage zu pausieren.

Nachdem der Mupf im dritten Lebensmonat vor allem nachts viel und ausdauernd geschlafen hat, wurde die Schlafdauer im vierten Monat stetig weniger. Er wacht nun häufiger in der Nacht auf und will stillen. In aller Regel schläft er dabei problemlos wieder ein. „Schwierige“ Nächte, in denen er nicht (mehr) zur Ruhe findet und getragen werden muss, sind zum Glück selten. Tagsüber hat er es jetzt schon einige Male geschafft, alleine einzuschlafen, das ist definitiv eine angenehme Neuerung.

Beim Stillen ist der Mupf wahnsinnig effizient geworden. Wo er in den ersten beiden Monaten meist dreißig Minuten und mehr trank, pumpt er die Brust nun in fünf, sechs Minuten leer, und ist dann bereit, weiter Spannendes zu erleben oder eben wieder einzuschlummern.

Wir stillen weiterhin voll und es ist auch vorerst keine Änderung in Sicht. Das Müpfchen begann in den letzten Wochen, uns beim Essen zu beobachten. Das fasziniert ihn sehr und er giggelt und gackert dabei. Deshalb organisieren wir gerade einen Kinderstuhl samt Babyschale für ihn, damit er jetzt immer an unseren Mahlzeiten teilnehmen und mit am Tisch „sitzen“ kann. (Ohne zu sitzen natürlich, keine Sorge. Seine Rückengesundheit nehmen wir sehr ernst.) Das wird sicher lustig.

Überhaupt hat der Mupf jetzt sein Stimmchen entdeckt und experimentiert kräftig damit. Er kräht, gackert und tiriliert, dass es manchmal klingt, als säße ein ganzer Schwarm Spatzen in unserem Wohnzimmer. Er testet laut und leise und „sagt“ schon verschiedene Babywörter: örroh, öglö, mlahu, haaauuuu, rööö, hagöööllll. Inzwischen führen wir schon richtige Gespräche mit diesen Worten. Das macht uns beiden irre viel Spaß.

Der Mupf scheint ein besonderes Interesse an Klängen zu haben, er lauscht auf Sprache, Musik, Geräusche von draußen… Wenn ich beim Einschlafstillen für ihn ein Schlaflied singe, hört er auf zu trinken, lässt los, schaut mich an und hört ganz genau hin. Das ist eine dieser vermeintlich unspektakulären Babykompetenzen, die man leicht verpasst, weil man eben nichts „sieht“. Ich bin froh, dass mir dieses Interesse nicht entgangen ist. So kann ich ihm immer mal neue Klänge anbieten. Und vielleicht gehen wir ja in ein paar Monaten in einen Musikgarten.

Im letzten Monat hat der Mupf seine zweite Impfung bekommen und sie – wie die erste auch – problemlos weggesteckt. Darüber sind wir sehr erleichtert.

Gegen Ende seines vierten Monats hat er jetzt auch Polly entdeckt. Sie ist ja von Anfang an ganz vernarrt in ihn gewesen, er hat sie aber lange kaum wahrgenommen. Jetzt beobachtet er sie konzentriert und greift auch nach ihr. Ihre wuscheligen Schlappohren laden dazu herrlich ein. Ich hoffe sehr, dass hier gerade eine intensive Freundschaft entsteht.

Ich bin gespannt, was der fünfte Monat uns bringen wird. Es steht die dritte Impfung an. Ab nächster Woche gehen Mupf und Papa außerdem zum Babyschwimmen, denn wir haben heute eeendlich einen Platz bekommen. Darauf freue ich mich sehr.

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