Der Mupf isst. Oder: Was den Boden berührt, gehört dem Dackel.

Nun ist es also so weit: Unser Mupf ist sechs Monate alt und es ist an der Zeit, den nächsten Schritt zu wagen. Die Beikosteinführung steht an! Möge das Abenteuer beginnen.

Um ehrlich zu sein, bin ich emotional noch ein wenig damit überfordert, dass dieser Moment jetzt plötzlich da ist. In der Schwangerschaft las ich überall die Empfehlung, möglichst sechs Monate lang voll zu stillen. Aha, dachte ich, sechs Monate, das ist lang. Ich werde also seeehr lange stillen, puh. – Und jetzt ist diese Phase vorbei und der Mupf ist schon ein großes Baby und… hach, ich werd mich schon an den Gedanken gewöhnen.

Also, zum Essen: Am Samstagmittag präsentierten wir unserem Sohn sein erstes Mahl: vier „Pommes“ aus Salatgurke, natürlich ohne Schale, und eine Viertel Birne, geschält und in schmale Spalten geschnitten.

Der Mupf saß auf Papas Schoß und untersuchte mit großem Ernst die glitschigen Dinger vor ihm auf dem Tisch. Er griff sie sich, zermanschte sie mit seinen Händchen, führte sie zum Mund, leckte daran, biss hinein, kaute darauf herum und spuckte alles entschlossen wieder aus. Ein Stück Gurke arbeitete er mit viel Liebe zum Detail in die Tischplatte ein. Ein anderes schob er sich begeistert viel zu weit in den Mund, sodass er würgen musste. Der Rest der Mahlzeit landete nach und nach auf dem Küchenfußboden und wurde dort von unserer Polly vertilgt. Pflichtbewusst ist sie ja.

Nix gegessen – ein voller Erfolg

Auch wenn vermutlich kein Fitzel dieser ersten Mahlzeit im Mupfbäuchlein landete, werten wir die Aktion als gelungen. Der Mupf war neugierig bei der Sache und hat 15 Minuten lang (!) konzentriert untersucht, wozu die Glitschedinger sich eignen. Das wiederholen wir von nun an täglich mit wechselndem Angebot an Glitschedingern und ich bin zuversichtlich, dass mit der Zeit auch Nahrung im Bäuchlein ankommen wird.

Inzwischen sind vier Tage mit Essenüben vergangen. Bisher hat der Mupf…

  • Salatgurke, Birne, Banane, Baguette, Brokkoli und Möhren „probiert“, also angefasst, untersucht und in den Mund gesteckt.
  • tatsächlich auch ein bisschen Baguette geschluckt.
  • sich an einem Stückchen Karotte verschluckt und es dann erfolgreich ausgespuckt.

Darauf lässt sich doch aufbauen, oder?! Ich glaube, das wird gut.

Unsere Polly hat in den paar Tagen auch schon gelernt, wie der Hase läuft/das Baby kleckert. Sie ist jetzt zur Stelle, sobald Mupfs Tellerchen aus dem Schrank genommen wird, damit sie bloß kein Krümelchen verpasst. Da landet dann möglicherweise auch mal ein Röschen Brokkoli auf dem Dackel.

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7 Gedanken zu “Der Mupf isst. Oder: Was den Boden berührt, gehört dem Dackel.

    • Danke! Ja, das hat unsere Polly auch seeehr schnell gelernt. Sobald wir den Babyteller aus dem Schrank nehmen, steht sie bereit. Und eigentlich ist sie sehr wählerisch beim Essen. Aber wenns vom Tisch kommt, muss es ja toll sein…

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